Hauptinhalt

05.07.2022

Sidl: Flugpassagiere dürfen nicht auf der Strecke bleiben

SPÖ-EU-Abgeordneter fordert Konsequenzen für Fluglinien. Managementversagen auf allen Ebenen. 

 

Zu Beginn der Ferienzeit zeigt sich an vielen Flughäfen Europas das gleiche Bild. Gestrandete Passagiere, die aufgrund der vielen ausgefallenen Flüge nicht an ihr Reiseziel oder nicht nach Hause kommen. "Die Flugkonzerne haben in der Pandemie Milliarden von der öffentlichen Hand erhalten - um einen Stellenabbau zu verhindern und um den Flugbetrieb in Europa in gewohnter Qualität aufrechtzuerhalten. Passiert ist trotz der Staatshilfen das genaue Gegenteil", kritisiert der niederösterreichische EU-Abgeordnete Günther Sidl die hausgemachten Probleme im Flugbetrieb und fordert Konsequenzen für Fluglinien:


"An der aktuellen Situation sieht man einmal mehr, dass der Markt gar nichts regelt. Was wir jetzt erleben ist ein Managementversagen auf allen Ebenen. Jahrelang wurde eingespart und eingespart um die Ergebnisse zu steigern. Es braucht künftig klare Bedingungen für die Vergabe von Mitteln der öffentlichen Hand. Es ist eine Frechheit, dass die Fluglinien das Geld der Bürgerinnen und Bürger sofort genommen haben und ihnen nun mehr als deutlich zeigen, was sie tatsächlich von ihnen halten."

 

"Die Fluglinien haben das Personal gezielt ausgedünnt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die jetzt noch da sind, müssen dieses Missmanagement jetzt ausbaden", ärgert sich Sidl, der in den letzten Tagen zahlreiche Berichte von Betroffenen erhalten hat. Darunter Menschen die auf eigene Faust ihr Gepäck am Flughafen suchen mussten oder ältere Personen,wo Teile des dringend benötigten Suerstoffgerätes im unauffindbaren Gepäck waren, die vergeblich um Hilfe betteln mussten. Auch zahlreiche Berichte wie mit älteren Passagieren und ganzen Reisegruppen umgegangen wurde, machen fassungslos. "Bei diesen Zuständen dürfen weder die EU noch die Mitgliedsstaaten länger zuschauen. Die Bürgerinnen und Bürger der EU haben mit ihrem Steuergeld diesen Konzernen über die Pandemie geholfen und stehen jetzt trotzdem im Regen. Deshalb braucht es jetzt schnelle Maßnahmen um dieses Chaos zu bereinigen und neue, klare Regeln, um solche Situationen in Zukunft effektiv zu verhindern. Da müssen die Fluggesellschaften spüren, dass man so mit den Bürgerinnen und Bürgern nicht umgehen kann", so Sidl, der auf die volle und sofortige Entschädigung - weit über die reinen Flugkosten hinaus - für gestrandeten Passagiere pocht.